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Stevia – Süßen mit Badewasser
Zwar verbietet die EU Stevia als Lebensmittel – jedoch als Badezusatz können wir’s in den Tee geben!
Von Alice Engels
Gesund leben und doch süß schlemmen? Bisher gab es als Alternative zum Zucker höchstens Honig oder Agavendicksaft – über all das freut sich der Karies. Und Süßstoffe sind aufgrund ihrer massiven Gesundheitsgefährdung auch nicht zu empfehlen. Doch es gibt eine Alternative: die Stevia-Pflanze. In Paraguay ist sie als „Honigblatt“ geschätzt und dort schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze und zum Süßen von Tees bekannt. Bereits 1941 wurde sie während der Zuckerknappheit in England angebaut. Stevia (rebaudiana) ist ein kleines, zirka 50 - 100 cm hohes Gewächs. Die getrockneten Blätter kann man jahrelang aufheben. Darin entdeckte man den süßen, wasserlöslichen Inhaltsstoff Steviosid, welcher die 300fache Süß-Wirkung von Zucker hat - und keine Kalorien enthält! (50g Steviosid entsprechen 12,5 kg Zucker)
Das Heilkraut Stevia Es beinhaltet wertvolles Pflanzen-Protein (Polypeptide), ätherische Öle, Kohlenhydrate (die vom menschlichen Körper ohne Kalorienbelastung verstoffwechselt werden), Kalzium, Kalium, Beta-Karotin, Chrom, Kobalt, Eisen, Faserstoffe, Magnesium, Mangan, Phosphor, Selen, Silicium, Zink, Vitamin C und ansehnliche Stoffe wie z.B. östrogenartige Flavonoide, die unser Immunsystem stärken: Die Blätter des Krautes enthalten wertvolle Inhaltsstoffe. Bei innerlicher Anwendung wirkt Stevia verdauungsfördernd, gegen Müdigkeit und erfolgreich gegen Pilzbefall. Stevia hilft aufgrund seiner anti-bakteriellen Wirkung bei Zahnfleischbluten und Karies! Es unterstützt beim Abbau von Übergewicht. Stevia kann jenen Menschen, die unter Diabetes, Neurodermitis, Zucker- und Sorbitunverträglichkeit oder Mucoviszidose leiden ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Äußerlich angewendet pflegt es Haare und macht Haut jung und straff. Das süße Kraut wird auch bei der Wundheilung, Herpes Simplex, Ekzemen, Schuppenflechte und Dermatitis (Hautentzündungen) eingesetzt. Ein Vergleich mit Zucker: Pilzbefall, Neurodermitis und Karies sind Ursachen vom Zuckerkonsum – ganz im Gegensatz zu Stevia. Undurchsichtiges EU-Verbot Und warum finden wir Stevia oder deren Extrakte heute nicht im Supermarktregal? Dabei ist es seit den 50ger Jahren bei Drogisten in der Schweiz recht bekannt, bei uns führten es Reformhäuser, Apotheken und Drogerien. Dann stellte 1997 ein belgischer Professor bei der EU einen Antrag als neues Lebensmittel ein, der 1999 vom Lebensmittelausschuss abgelehnt wurde. Im Jahr 2000 veröffentlichte die Europäische Kommission ihren Entscheid über diese Verweigerung und verbot den Handel in Deutschland und allen EU Ländern. Das natürliche Süßmittel Stevia würde bedenkenlos den Zucker und auch den Süßstoff vom Markt drängen - wäre da nicht die Willkür der EU. (http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/scf/out34_en.pdf). Razzien bei Stevia-Anbietern Es wurden sogar Razzien bei Stevia-Anbietern durchgeführt. Im Amerika wurden sogar im Auftrag der FDA (Food and Drug Administration) Bücher über Stevia verbrannt. Des weiteren wurde die Firma „Wisdom of the Ancients“ von der FDA angehalten, den Import von Stevia-Extrakten zu stoppen, und zwar auf Grund einer Beschwerde der „NutraSweet Company.“ Warum das alles? Angeblich sei die gegenwärtige Informationslage nicht ausreichend. Dabei lagen dem Antrag mehrere wissenschaftliche Arbeiten bei, die die gesundheitliche Unbedenklichkeit beweisen! Ein Auftragsgutachten der Industrie? Die Methoden des Gutachtens – mehr als fragwürdig. So wurden Ratten mit bis zu 70 Prozent ihres Körpergewichts mit Stevia gefüttert – bis sie endlich krank wurden. Würde das gleiche mit dem legalen Krankheitsverursacher Zucker gemacht, wären die armen Ratten schon lange vorher am Zucker gestorben. Trotzdem wird diese beschämende „wissenschaftliche“ Arbeit immer herangezogen, um Stevia beim Verbraucher in Missgunst zu bringen – freilich ohne die Versuchsanordnung und Vergleichwerte zu erörtern. In den letzten 40 Jahren sind weltweit keine Schäden am Menschen gemeldet worden. Die Untersuchungen auf Toxizität waren alle negativ!
Über die wahren Gründe des EU-Verbotes lässt sich nur spekulieren: Süßstoffe und Zucker sind ein Multimilliardengeschäft. Weltweit wurden Ende der 90ger Jahre 143 Millionen Tonnen Zuckerprodukte verbraucht; USA = 60%, EU = 17%, China = 15% und Japan nur 3%!! (Die restlichen 5% verteilen sich auf andere Länder der Welt.) Der Umsatz der Zuckerindustrie nur allein in der EU beläuft sich auf jährlich 10 Milliarden Euro (www.eurosugar.org/pdf/5_de.pdf ). Aufgrund der fragwürdigen Verkaufs- und Handelsbeschränkungen lässt sich in der EU das gesundheitsfördernde Süßkraut nicht als Lebensmittel legal erwerben, sondern nur auf dem Umweg zur Anwendung „dekorativer oder kosmetischer Zwecke“. Stevia in Bioqualität Und in Stevia „baden“, das wollen immer mehr Menschen. Denn der Naturkosthandel bietet das süßende Dekokraut seit kurzem endlich in Bio-Qualität an: Als ganze getrocknete Blätter, als pulverisierte Blätter sowie als Steviosid-Extrakt zum neutralen Süßen --> Die Blätter können in ihrem Ursprungszustand verwendet werden, gemahlen, gekocht, überbrüht oder man kann sie in Alkohol ziehen lassen. Sie sind bis 200 Grad hitzebeständig, wirken Geschmack verbessernd und durch die hohe Süßkraft benötigt man zum Süßen nur eine geringe Menge. Die getrockneten Stevia-Blätter sind immer noch 15 - 30mal süßer als Zucker. Übrigens: In Japan sind künstliche Süßstoffe gänzlich verboten. Stevia ist hier seit 1970 als Ersatz für die synthetischen Krankmacher zugelassen. Außerdem konnten durch den Genuss von Stevia bisher keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt werden!
Fazit: Wir Haben viel mehr Macht, als uns bewusst ist. Daher sollten wir unsere Gesundheit in die eigenen Hände nehmen und uns nicht von der EU entmündigen lassen. Wie sagte Henry Ford so schön:“ Gesundheit gibt es nicht im Handel, sie wird erkämpft durch Lebenswandel.“ Buchempfehlung : Stevia Sündhaft süß und urgesund von Barbara Simonsohn, 159 Seiten , Windpferd Verlag , ISBN : 3-89385-310-3
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