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Beerenstark Jahrtausendealter Lebensquell der Asiaten
Drei Pflanzen nehmen in der chinesischen Kräuterheilkunde einen außergewöhnlichen Rang ein: Ginseng, Grüner Tee und Goji-Beeren. Unter diesen dreien wird wiederum die Goji-Beere (Lycium Barbarum) am höchsten eingestuft, ja teilweise sogar regelrecht verehrt. Die Chinesen schreiben dieser Beere ein größeres Spektrum an positiven Wirkungen zu, als irgendeinem anderen Schatz ihrer natürlichen Heilmittel und sie ist unverzichtbarer Bestandteil unzähliger Kräuterformeln.
Die kleine Beere wird zur Stärkung von Blut, Leber und Nieren eingesetzt, gegen Schwäche und Impotenz, zur Unterstützung des Immunsystems, zur Behandlung von Herzerkrankungen und Bluthochdruck, sowie zur Erhaltung der Sehkraft. Unter anderem wird sie auch gegen Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen eingesetzt. Neben den Früchten können die Blätter, die Samen sowie Rinde und die Wurzeln zur Anwendung kommen. In ländlichen Gegenden, wo sich die traditionelle Kräutermedizin am stärksten erhalten hat, ist die leuchtend rote Beere bis heute Bestandteil der täglichen Nahrung. Sie findet sich in Eintöpfen, Suppen und Soßen und wird in getrockneter Form wie Rosinen gekaut. Außerdem werden Goji-Beeren zu erfrischenden und anregenden Getränken wie Tee, Saft oder Wein verarbeitet. Ein Nährstoffprofil ohnegleichen Die Goji-Beere ist eine regelrechte Multivitamin- und Mineralkapsel in Form einer schmackhaften Frucht. Doch weist die kleine rote Beere nicht nur jede Menge an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien in natürlicher Form auf. Auch ihre Schale enthält Dutzende der schätzenswerten sekundären Pflanzenstoffe, sowie das gesamte Spektrum an essentiellen Aminosäuren – eine große Seltenheit unter den Früchten. Ein besonderer Bonus sind gesundheitsfördernde Substanzen, die so einmalig sind, dass die sie nach der Frucht benannt wurden: Lycium-Barbarum-Polysaccharide. Wer den Kern knackt, bekommt zu alledem noch eine gute Dosis an wichtigen essentiellen Fettsäuren dazugeliefert. Energiespendende Kohlenhydrate und Ballaststoffe runden das Nährstoffprofil dieser Beere ab. Was die Goji-Frucht jedoch nach Meinungen der Experten zur Nummer eins unter den Superfoods macht, ist neben dem bemerkenswerten Spektrum an Nährstoffen deren Menge und Zusammensetzung. Mehr B-Vitamine, Mineralien und Spurenelemente als jede andere Frucht Wir alle wissen heute um die Wichtigkeit von Vitaminen zur Erhaltung unserer Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Von Pflanzen, Tieren oder Bakterien gebildet, regulieren diese organische Verbindungen lebenserhaltende biologische Vorgänge im menschlichen Organismus. Nur einige wenige dieser vitalen Stoffe kann unser Körper in geringen Mengen selbst herstellen – den Rest müssen wir über die Nahrung zuführen. Getrocknete Goji-Beeren enthalten folgende Vitamine: Provitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B5, Vitamin C. Mineralien: Kalzium, Magnesium, Phosphor. Spurenelemente: - Eisen, Kupfer, Zink Mangan, Chrom, Selen und Molybden. Weitere Spurenelemente, die in der Goji-Beere enthalten sind: Aluminium, Arsen, Barin, Beryllium, Blei, Bor, Cadmium, Germanium, Kobalt, Lathan, Nickel, Niobium, Quecksilber, Silber, Strontium, Titanium, Vanadium, Yttrium, Zinn und Zirkonium. Etliche weitere sind in winzigen Mengen vorhanden. Einige dieser Stoffe mögen als giftig bekannt sein. Sie werden jedoch in Spurenmengen für viele Lebensvorgänge benötigt. Goji-Kernöl enthält: Linolensäure, Alpha-Linolensäure, Oleinsäure, Palmitoleinsäure, Stearinsäure. Detailliertere Infos erhalten Sie auf unserer Internetseite bzw. in den empfohlenen Büchern. Treibstoff für Enzyme Unser Wissen über Enzyme beschränkt sich meist auf die Tatsache, dass sie unsere Verdauung anregen. Enzyme sind jedoch bei weitem nicht nur in unserem Verdauungskanal aktiv. Sie tummeln sich in Körperflüssigkeiten wie Blut und Lymphe, auf der Schutzschicht der Zellen ebenso wie im Zellinnern. Enzyme sind die eigentlichen Arbeiter im Körper. Sie zerstören Verbindungen und fügen neue zusammen, sie verarbeiten, verdauen, verwandeln und reparieren. Sie stellen Nähr- und Botenstoffe her, sind verantwortlich für die Zellerneuerung, den Aufbau von Muskeln, Blut und Organen. Eine Reihe von Enzymen sind zudem Mitglieder der körpereigenen Polizeitruppe und beteiligen sich an der Vernichtung von Eindringlingen und Schadstoffen. Auch der Abbau verbrauchter Stoffe und Schlacken wäre ohne Enzyme nicht möglich. Wo immer sich Enzyme befinden, wirken sie als Katalysatoren und lösen in unserem Organismus unzählige Reaktionen aus. Alle Zellfunktionen werden durch Enzyme eingeleitet, in Gang gehalten und in einem kaum vorstellbaren Maße beschleunigt. Stoffwechselreaktionen treten in Gegenwart von Enzymen um das Tausend- bis Millionenfache schneller auf. Interessant ist, dass diese emsigen Katalysatoren oft erst mit Hilfe von Mineralien und Spurenelementen zum Leben erweckt werden. Metall-Ionen schalten den enzymatischen Motor an und halten ihn am Laufen. Zudem sind die meisten Enzyme nicht vollständig. Sie brauchen so genannte Co-enzyme. Diese werden aus Vitamin B-Gruppen und Vitamin C, sowie aus Mineralien und Spurenelementen gebildet. Mit der Goji-Beere haben wir eine reiche Quelle, die für sich allein schon einen Großteil der benötigten Stoffe abdeckt. Ein vollständiges Spektrum an Aminosäuren Aminosäuren dienen als Grundbaustoff für unsere gesamten Körperzellen, einschließlich der Muskeln, Haut, Haare, Nägel und unserem Blut. Zudem sind die enzymatischen Arbeiter in unserem Organismus, ebenso wie die Botenstoffe und Hormone für die körperinterne Kommunikation und die Antikörper für die Immunabwehr aus Aminosäuren zusammengebaut. Aminosäuren verbinden sich zu Proteinen, aus denen unserer Körper zum überwiegenden Teil besteht. Tierische Eiweißbausteine finden sich in Fleisch, Fisch, Milch, Käse und Eiern und in der pflanzlichen Variante in Nüssen, Samen, Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchten in ausreichendem Maß. Der Proteinreichtum in der Goji-Beere ist nicht nur für Vegetarier und Veganer interessant. Der hohe Eiweißgehalt macht die Beere für jedermann zu einem vollständigen natürlichen Power-Snack, beispielsweise bei Ausflügen oder Fitness. 100g getrocknete Goji-Beeren enthalten zwischen 11 und 100% des Tagesbedarfs an den verschiedenen Aminosäuren. Eine coole Beere gegen Arthritis und Entzündungen Heilpraktiker und Naturheilkundler weisen bei Arthritis oft auf die Rolle der falschen Ernährung hin. Wird unser Körper durch zu viel Weißmehlprodukte, Zucker, Milchprodukte und Fleisch übersäuert, kommt es zur Bildung von Säurekristallen, die sich mit Vorliebe in den Gelenken festsetzt. Hierbei ist interessant, dass Frauen mit jeder Menstruation auch überschüssige Säuren aus dem Körper ausscheiden. Bleibt die Periode mit Eintritt der Wechseljahre aus, fällt diese natürliche Entsäuerung weg und die Ablagerungen nehmen zu. In der Traditionellen Chinesische Medizin gilt die Goji-Beere als kühlend. So werden die Beeren seit Jahrtausenden zur Senkung von Fieber und anderen entzündlichen Geschehen verwandt. Bis heute sind sie ein wichtiger Bestandteil vieler entzündungshemmender Kräuterrezepturen und werden als solche auch zur Behandlung von Arthritis eingesetzt – mit bemerkenswerten Erfolgen. Auch für Diabetiker geeignet Diabetiker können die Goji-Beeren nicht nur bedenkenlos in ihre Ernährung integrieren, die Beere liefert ihnen zudem einen Teil an Stoffen, die bei der Senkung des Blutzuckerspiegels und der Verwertung von Glukose hilfreich sind. So werden auch Schäden durch freie Radikale, die u.a. auch infolge von Verzuckerung entstehen, abgefangen. Neues Leben für die Leber Durch den ständigen Kontakt mit Krankheitserregern und Giftstoffen ist die Leber vielen Gefahren ausgesetzt. Die Goji-Beere hat auch in dieser Kategorie eine Menge zu bieten. In Asien steht sie seit jeher in hohem Ansehen wegen ihrer hervorragenden Leberschützenden Eigenschaft. Es werden auch bei bestem Schutz regelmäßig Leberzellen beschädigt oder zugrunde gerichtet. Zudem ist die Zellteilung bei stärkerer Belastung besonders hoch. Die Natur hat unsere Leber mit einer enormen Fähigkeit der Regeneration ausgestattet. Für die von den Enzymen durchgeführten Reparaturarbeiten und die Neubildung von Zellen werden jede Menge Spurenelemente und Vitamine benötigt. Die Goji-Beere ist auch hierfür ein hervorragender Lieferant. Hautschutz von innen Die schädlichen UV-Strahlen führen nicht nur zum Sonnenbrand, sie verkleben auch Proteine im Kollagen der Haut, was als Folge Runzeln und Falten hervorruft. Die Oxidation von Fettsäuren in der Haut lässt zudem die unschönen Altersflecken entstehen. Die Haut wird nicht nur schneller alt, die ungefilterten Sonnenstrahlen lassen auch immer häufiger Hautkrebs entstehen. Die Goji-Beere weist eine Menge Vitalstoffe für die Ernährung unserer Haut auf. Wie z.B. Zink, es dient als wichtiger Enzymspender beim Aufbau des Bindegewebes. Es verbrüdert sich mit Kupfer und Vitamin C, um Kollagen und Elasthinfasern zu einem äußerst stabilen und elastischen Gewebe zu verknüpfen. Ohne diese Nährstoffe können die Verbindungen zwischen den Fasern nur unzureichend gebildet werden, das Bindegewebe bleibt schwach und gibt der Haut nur wenig Halt. Neben dem Schutz vor Schäden und Altersflecken sorgt die Goji-Beere auch für die Festigkeit und Elastizität unserer Haut – eine natürliche Rundumkosmetik von innen, die dazu auch noch ausgezeichnet schmeckt! Die optimale Tagesration an Goji-Beeren Die Menge getrockneten Goji-Beeren, die in eine Hand passt, egal ob jetzt jung oder alt, groß oder klein, entspricht in etwa einer optimalen Tagesration. Regelmäßigkeit ist jedoch anzuraten, wenn die Goji-Beere um ihrer Wirkung willen zu sich genommen wird. Wissenschaftler fanden heraus, dass manche Inhaltsstoffe der Beere erst bei Erwärmung bzw. Erhitzung voll erschlossen, andere dadurch jedoch vermieden werden. Somit sollte man die Goji-Beere – wie auch traditionell in China üblich – hin und wieder in unterschiedlicher Form zu sich nehmen: einfach gekaut oder als Tee gekocht, in einer Suppe, im Gemüse, in Salaten, im Müsli oder als Presssaft aus frischen Beeren. Um an die essentiellen Fettsäuren der Kerne zu gelange, weicht man die Beere über Nacht ein. Die Süße der Beere verliert jedoch durch das Einweichen an Intensität.
http://de.wikipedia.org/wiki/Goji „Goji – die ultimative Superfrucht“ von Shalila Sharamon und Bodo J. Baginski, Windpferd Verlag |





